COMPLEXX: Rallye-Sponsoring für guten Zweck

Technik

Die Allgäu-Orient-Rallye führte das Quintura-Racing-Team im Mai von Oberstaufen nach Amman. Mit an Bord hatten die Motorsportler COMPLEXX. Der Gelsenkirchener Messebauer war der Hauptsponsor des Frankfurter Amateur-Rennstalls.

"Wir haben mit unserem Engagement ein ambitioniertes Projekt unterstützt", betont COMPLEXX-Geschäftsführer Klaus Zittrich. Denn die Old- und Youngtimer-Rallye setzte Zeichen im Kampf gegen den Hunger und schaffte Aufmerksamkeit für das UN-Welternährungsprogramm, den Schirmherrn des beeindruckenden Sportereignisses.

Keine Top-Platzierung, aber Top-Erlös für UN-Projekt

Dass es letztlich durch den Verlust des Roadbooks zu keiner Top-Platzierung bei dem zehntägigen Autorennen reichte, ist für den Geldgeber eher Nebensache: "Dabei sein ist doch alles – bei solch einem Charity-Event", sagt Zittrich. Für ihn ist es der größte Erfolg, dass alle drei Teamfahrzeuge die jordanische Hauptstadt in gutem Zustand erreicht haben und die Fahrer gesund heimgekehrt sind. "Schließlich lag unser Hauptaugenmerk auf der Überführung von attraktiven Jeeps für die abschließende Versteigerung im Spätsommer." Deren Erlöse im voraussichtlich sechsstelligen Bereich gehen in Entwicklungsprojekte der Vereinten Nationen. "Und da liegen wir mit den im Orient heiß begehrten Range Rovern ganz weit vorn im Teilnehmerfeld."

Hintergrund: "Eines der letzten automobilen Abenteuer"

Die Allgäu-Orient-Rallye fand 2008 bereits zum dritten Mal statt. Mehr als 150 Fahrzeuge in 55 Teams starteten am 2. Mai im schwäbischen Oberstaufen und wurden neun Tage später in Amman erwartet. Der Streckenverlauf war von den einzelnen Fahrern frei wählbar; die Route des Quintura-Racing-Teams führte über 6.000 Kilometer durch Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Syrien und Jordanien. Als Tabus galten allgemein Autobahnen und Mautstraßen, Navigationsgeräte sowieso. Gesetzt waren indes die Etappenziele Istanbul und Damaskus. Hier standen Sonderprüfungen aus dem Roadbook auf dem Programm. Ursprünglich als Low-Budget-Antwort auf Paris-Dakar initiiert, nennt sich die Allgäu-Orient-Rallye nach der Absage des berühmten Wüstenklassikers selbst "eines der letzten automobilen Abenteuer der Welt".