Der Pflegetag 2020 komplett virtuell – ein Rückblick

Der Deutsche Pflegetag fand erstmals im Jahr 2014 statt und wird als einzige nationale Veranstaltung direkt von Vertretern der Pflege für Pflegefachpersonen organisiert. In den sechs Jahren seines Bestehens ist der Deutsche Pflegetag zum zentralen Event für Pflegefachkräfte in Deutschland mit großer medialer und politischer Aufmerksamkeit herangewachsen.

Foto: © CPO HANSER SERVICE GmbH

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Im März 2020 sollte der 7. Deutsche Pflegetag wie gewohnt als Präsenzveranstaltung in der STATION Berlin am Gleisdreieck stattfinden und war Anfang des Jahres bereits vollumfänglich geplant und von mehr als 2.000 TeilnehmerInnen gebucht. Angesichts der wachsenden Anspannung im Zeichen der weltweiten Corona-Pandemie und des sich auch in Deutschland abzeichnenden Lockdowns wurde entschieden, den Deutschen Pflegetag in den November 2020 zu verschieben und als hybride Veranstaltung durchzuführen. Im Oktober trat das Beherbergungsverbot ein und ab November ein erneuter Lockdown, was dazu führte, dass der Deutsche Pflegetag wieder umgeplant werden musste; diesmal als Online-Event mit Referenten und Chairs vor Ort – knapp vier Wochen vor dem geplanten Kongresstermin.

Der Deutsche Pflegetag und die Herausforderung

Kurzfristige Organisation der Vorträge aller ReferentInnen

Da viele ReferentInnen aufgrund des Lockdowns und Beherbergungsverbots nicht zum Kongressort kommen konnten, wurden diese ReferentInnen live von ihrem Wohnort zugeschaltet. Um einen reibungslosen Stream der Inhalte zu gewährleisten, wurden die ReferentInnen vorweg über die technischen Anforderungen instruiert und erhielten Tipps und Tricks, wie sie die Qualität ihres Vortrags optimieren konnten.

Support Chatbot als ergänzendes Kommunikationstool

Ein Chatbot wurde gut sichtbar innerhalb der virtuellen Kongresslobby sowie im virtuellen Ausstellerbereich platziert. So erhielten die TeilnehmerInnen schnell und unkompliziert Support bei auftretenden Fragen zur Bedienung der Benutzeroberfläche oder bei technischen Problemen.

Planung einer virtuellen Ausstellung für 60 Aussteller

Für die ausstellenden Firmen haben wir die virtuellen Stände maßgeschneidert gestaltet. Durch die Implementierung von Live-Chat-Modulen (Text- oder Video-Chat), eigenen Online-Seminaren und interaktiven Video-Präsentationen bekamen die Aussteller die Möglichkeit, mit den TeilnehmerInnen direkt in Kontakt zu treten sowie ihre Inhalte zu präsentieren.

Erzeugung eines Gemeinschaftsgefühls

Auch wenn die persönlichen Begegnungen beim digitalen Pflegetag erst einmal ausfallen mussten, galt es mit verschiedenen Aktionen – wie einem animierten Fotomosaik – ein Communitygefühl zu erzeugen. Alle TeilnehmerInnen konnten während des Kongresses ein Foto von sich hochladen. Die vielen Einzelteile wurden im Anschluss zu einem Gesamtbild zusammengefügt, um so der Pflege ein persönliches Gesicht zu geben. 

Ergebnis

Schließlich startete der Deutsche Pflegetag am 11.11.2020 für die mehr als 2.000 registrierten TeilnehmerInnen rein digital, wobei die STATION Berlin kurzzeitig zum größten Filmstudio Berlins umfunktioniert wurde. ReferentInnen und Ehrengäste fanden sich geordnet zu den vorgegebenen Time-Slots in der Veranstaltungslocation ein, oder wurden direkt zu ihrer Session zugeschaltet. 

Großes öffentliches Interesse bestand an der frei zugänglichen Eröffnungsveranstaltung mit einem Statement der Bundeskanzlerin Angela Merkel, moderiert von Eckart von Hirschhausen. Diese übertraf alle geschätzten Erwartungen in Bezug auf Seitenaufrufe und Serverkapazität. Weitere prominente Gäste im Verlauf des Kongresses waren Franziska Giffey – Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Hubertus Heil – Bundesminister für Arbeit und Soziales, sowie Jens Spahn – Bundesminister für Gesundheit. 

Die TeilnehmerInnen vor den Bildschirmen erwartete ein hochkarätiges wissenschaftliches Programm in Form von interaktiven Live-Sessions. Das Q&A Diskussionstool ermöglichte es den TeilnehmerInnen parallel zum Live-Stream, ihre fachlichen Fragen an die ReferentInnen zu stellen. ModeratorInnen führten durch das wissenschaftliche Programm und sorgten dafür, dass die Fragen der TeilnehmerInnen zur Diskussion kamen. Der virtuelle Ausstellerbereich war durchgehend gut besucht und es wurde unkompliziert via Live-Chat mit den Ausstellern kommuniziert. Die Social Wall sowie das animierte Fotomosaik luden die TeilnehmerInnen erfolgreich ein, ihre persönlichen Botschaften interaktiv einzubringen. 

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