Deutscher Tonkünstlerverband legt Fokus auf große Zukunftstrends

Orientierung ist gefragt: Die Umbrüche der vergangenen Jahre haben tiefe Spuren hinterlassen, gerade in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das gilt auch für die rund 2.300 Musiker*innen, die sich im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV) Baden-Württemberg zusammengeschlossen haben. Der spürbare Wandel betrifft die professionelle Praxis ebenso wie die Berufsbilder und Ausbildungswege für den künstlerischen und pädagogischen Nachwuchs.

Anja Schlenker-Rapke. Foto Margot Jehle – im Vorstand Tonkünstlerverband Baden-Württemberg

Annique Göttler. Foto Annique Göttler – im Vorstand Tonkünstlerverband Baden-Württemberg

Die Baden-Württemberg-Sektion des DTKV will ihren Teil dazu beitragen, dass die Mitglieder im Südwesten bestmöglichst durch die laufenden Veränderungsprozesse navigieren – und nimmt hier vor allem die gesellschaftlichen Mega-Trends in den Blick. Dazu Geschäftsführer Ralf Püpcke: „Nachhaltigkeit, Einkommen und soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung, Teilhabe und Integration, Musik und Gesundheit oder die Entscheidung zwischen G8 und G9 sind Zukunftsfelder, die uns umtreiben. Die Bedeutung dieser Entwicklungen wächst ständig – und unsere Musikschaffenden kommen an ihnen gar nicht vorbei. Wir wollen weniger die Risiken aufzeigen, sondern in erster Linie Chancen und Perspektiven. Und wir wollen Mut machen, neue Tätigkeitsbereiche zu entdecken.“

Damit dies künftig noch besser gelingt, haben Püpcke und seine Mitstreiter*innen in den vergangenen Monaten intensiv am Relaunch der Website des DTKV Baden-Württemberg gearbeitet. Die attraktive erneuerte Online-Präsenz gibt allen Interessierten eine Fülle von Informationen an die Hand. Namentlich in der Rubrik Zukunft findet man nun ausführliche Anregungen, Kontakte und Best-Practice-Inspirationen. Im Zentrum der Überarbeitung standen der Service-Gedanke und der praktische Nutzen für Musikschaffende. Abgerundet wird das Angebot durch zahlreiche Manuals zum Herunterladen und Links zu branchenrelevanten Organisationen unter www.dtkv-bw.de.

Eines macht den DTKV Baden-Württemberg dabei besonders stolz: Für einen nicht unerheblichen Teil der Inhalte konnte er auf das Know-how der eigenen Mitglieder zurückgreifen! Zwei ganz hervorragende Praxis-Beispiele liefern nicht zuletzt zwei Frauen, die sich im Vorstand engagieren und auch als Ansprechpartnerinnen für die Verbandsmitglieder zur Verfügung stehen. 

Das ist zum einen die Pianistin Annique Göttler als Expertin für Digitalisierung und Online-Marketing. Ihr zweites Leben im Internet mit 110.000 Followern auf Instagram und dem eigenen YouTube-Kanal @heartofthekeys zeigt das immense Potential. Seit der Pandemie wurde der digitale Musikunterricht für Annique Göttler zu einem wichtigen zusätzlichen Standbein, neben ihrer Konzerttätigkeit. Transparent präsentiert auf ihrer Website, erfreuen sich ihre Kurse mittlerweile einer lebhaften weltweiten Nachfrage.

Honorarstandards und Zertifizierung des privaten Musikunterrichts sind der Schwerpunkt von Anja Schlenker-Rapke. Sie war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des vom DTKV Baden-Württemberg erarbeiteten Leitfadens, der auf der Website als Download abrufbar ist. Diese sehr konkrete Aufstellung entfaltet schon seit einigen Jahren bundesweite Signalwirkung und unterstreicht, welch hohe Bedeutung dem Zukunftsthema „Einkommen und soziale Gerechtigkeit“ zukommt. Zumal  den DTKV Baden-Württemberg immer wieder Rückmeldungen erreichen, dass sich junge Musiker*innen aufgrund der chronisch schlechten Bezahlung von ihrer Traumkarriere oder ihrem Engagement im Unterrichten verabschieden (müssen). Ralf Püpcke ergänzt: „Eine bessere Bezahlung aller Musiklehrkräfte würde dem Fachkräftemangel in unserer Branche entgegenwirken.“

Unternehmen

DTKV – Tonkünstlerverband Baden-Württemberg e. V.

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