Dynamic Pricing für Veranstaltungen im Fokus: Wie Unternehmen davon profitieren können

Allgemein

In diesem Inside-Artikel aus dem ESB Marketing Netzwerk dreht sich alles um Dynamic Pricing: Wer nutzt es bereits, was sind die Erfahrungen und warum entscheiden sich manche ESB-Partner bewusst dagegen?

Klare und transparente Kommunikation sind entscheidend

„Dynamic Pricing bietet große Chancen – verlangt aber auch Fingerspitzengefühl. Ohne klare Kommunikation kann schnell der Eindruck entstehen, dass Preise willkürlich schwanken. Entscheidend ist daher, den Kontext transparent zu machen: Warum verändern sich Preise? Wer profitiert wann?

Veranstaltende, die mit Preisuntergrenzen, garantierten Frühbuchendenvorteilen und klaren Hinweisen auf die nachfragebasierte Steuerung arbeiten, schaffen Verständnis und Akzeptanz bei ihren Fans.
Richtig eingesetzt, kann Dynamic Pricing den Umsatz steigern, Verkaufszeiträume verkürzen, Arbitrage auf dem Zweitmarkt verhindern und eine flexible Reaktion auf externe Faktoren wie Wetter oder Konkurrenzveranstaltungen erlauben.

vivenu denkt Dynamic Pricing von Beginn an als skalierbares Werkzeug in einem offenen API-first-Ökosystem. Ob mit eigenen Funktionen oder per Integration mit Partnern wie Smartpricer oder Digonex: Veranstaltende behalten die Kontrolle und profitieren von automatisierten Prozessen in Echtzeit. So wird Dynamic Pricing zum zentralen Hebel moderner, datenbasierter Vertriebsstrategien, solange es mit Augenmaß und Fan-Verständnis eingesetzt wird.“

Simon Weber, Co-Founder, vivenu

Vielfältiges Geschäftsmodell mit Sonder-Lösung

„JA, wir setzen Dynamic Pricing ein ABER: Die AREA 47 nützt kein vollständig automatisiertes Dynamic Pricing, sondern ein statisch-dynamisches System. Ein vollautomatisiertes System wäre bei unserem vielfältigen Geschäftsmodell mit Hotellerie, Badesee, Wakeboard Anlage, Indoor Bikepark - Halle, über 40 Outdoor-Touren (Rafting, Canyoning, Hochseilgarten, uvm.) sowie mehreren Gastronomiebetrieben weder technisch noch operativ sinnvoll gewesen.

Stattdessen passen wir Preise manuell, aber gezielt nach Auslastung, Nachfrage, Wochentagen und Zeiträumen an. Dabei geht es nicht nur um Preissteigerungen – wir setzen auch bewusste Reduktionen, z. B. an Sonntagen oder in der Nachsaison. Zusätzlich wurden mehrere Saisonen eingeführt, um differenzierter bepreisen zu können. Die Implementierung war ein umfangreiches IT-Projekt, das auch operativ viele Anpassungen erforderte.

Heute läuft das System stabil und effizient. Der Aufwand hat sich klar gelohnt: Wir können flexibel reagieren, die Auslastung optimieren und dabei dank transparenter Preisgestaltung auch die Kundenakzeptanz sicherstellen.“

Mag. Susanne Pülz, Deputy CEO Strategy & Controlling, AREA 47

Effiziente Steuerung und wettbewerbsfähige Preisgestaltung

„Dynamic Pricing bringt für unsere Kunden wie auch für uns als Dorint Hotelgruppe klare Vorteile mit sich. Geschäftsreisende profitieren von attraktiveren Preisen bei frühzeitiger Buchung oder in Zeiten geringerer Nachfrage – das schafft Transparenz und mehr Planungssicherheit. Gleichzeitig können wir als Dorint Hotelgruppe mit unseren Marken Essential by Dorint, Dorint Hotels und Resorts sowie der Hommage Luxury Hotels Collection unsere Auslastung effizienter steuern und marktgerecht auf Schwankungen reagieren. 

Für uns ist Dynamic Pricing ein zukunftsweisender Schritt hin zu mehr Flexibilität und Fairness – eine echte Win-win-Situation für beide Seiten. Während kleine und mittelständische Unternehmen dem Ganzen offen gegenüberstehen, zeigen sich größere Unternehmen oft noch zögerlich – doch wir sind überzeugt: Dynamic Pricing ist ein entscheidender Hebel für eine moderne und wettbewerbsfähige Preisgestaltung.“

Tina Ganzer, Vice President Sales, Dorint Hotels

Zukunftsorientiere Weiterentwicklung von Events

„Seit den BOSS OPEN 2024 setzen wir auf Dynamic Pricing, um den Ticketverkauf noch flexibler, marktorientierter und effizienter zu gestalten. Die Preise passen sich dabei dynamisch an die aktuelle Nachfrage und die Platzverfügbarkeit an. Unser Ziel ist es, faire und transparente Preise für alle Besucher anzubieten und gleichzeitig die optimale Auslastung der Zuschauerränge zu gewährleisten.

Durch diese intelligente Form der Preisgestaltung schaffen wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Erfolg und hoher Kundenzufriedenheit. So können wir flexibel auf Veränderungen reagieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Fans aller Kategorien die Möglichkeit haben, sich ihre Wunschplätze zu sichern.

Dynamic Pricing ist für uns ein wichtiger Schritt, um die BOSS OPEN zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, die Reichweite des Turniers auszubauen und den Fans ein bestmögliches Veranstaltungserlebnis auf höchstem Niveau zu bieten.“

Matthias von Grabowiecki, Head of Ticketing, e|motion sports Gmbh

Gesteigerte Rentabilität und bessere Bestandsverwaltung

„Die Amano Group hat sich schon vor vielen Jahren dazu entschlossen eine dynamische Preisgestaltung anzubieten, da sie es ermöglicht, Einnahmen basierend auf aktuellen Marktbedingungen zu maximieren. Diese Strategie beinhaltet die Anpassung der Zimmerpreise in Reaktion auf Faktoren wie Nachfrage, Saisonalität, lokale Veranstaltungen und Preise der Konkurrenz. Ein zentraler Vorteil für die Hotels ist die gesteigerte Rentabilität sowie eine bessere Bestandsverwaltung, sodass Zimmer zu optimalen Preisen verkauft und nicht leer bleiben.

Dynamische Preisgestaltung stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit, da wir schnell auf Marktveränderungen und das Verhalten der Kunden reagieren können. Darüber hinaus unterstützt sie die Segmentierung, indem Preise auf verschiedene Kundengruppen zugeschnitten werden, wie z. B. Geschäftsreisende und deren Buchungsverhalten und Bedürfnisse. Gute Kommunikation spielt hier allerdings eine wichtige Rolle, um die Kundenzufriedenheit zu gewähren. Vor allem im Segment der Geschäftsreisen halten die großen Firmen aber gerne noch an statischen Vereinbarungen fest, aufgrund der vermeintlichen Planungs- und Buchungssicherheit, sodass es hier noch Möglichkeiten gibt die Preisgestaltung weiterführend zu dynamisieren und die Kunden für diese Art der Preisgestaltung zu sensibilisieren.“

Eva Theissen, Director of Sales, AMANO GROUP

Dynamische Preise ohne gewünschten Erfolg

„In der Silvretta Therme Ischgl wurde zu Beginn der Saison 2022/2023 versucht, durch den Einsatz von Dynamic Pricing die Gäste zu früheren Buchungen zu animieren, indem täglich variierende Preise angeboten wurden. Das Ziel war, den Gästen günstigere Preise für frühzeitige Buchungen zu bieten. Allerdings konnte der erhoffte Erfolg nicht messbar nachgewiesen werden, weshalb seit der Saison 2024/2025 wieder auf Fixpreise umgestellt wurde.

Im Gegensatz dazu gibt es bei den Seilbahnen keine bekannten variablen Preise – auch die saisonabhängigen Preise sind mittlerweile obsolet. Bei den Vermietern sind jedoch variable Preisstrukturen üblich, die sich auf Vor-, Haupt- und Nachsaisonpreise stützen.“

Thomas Köhle, Geschäftsführer, Tourismusverband Paznaun - Ischgl

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