Die nächste Weltausstellung findet vom 15. Mai bis zum 15. August 2027 in Belgrad statt. Unter dem Motto „Play for Humanity – Sport and Music for All“ rückt die erste Expo in Südosteuropa die verbindende Kraft von Spiel, Sport und Musik in den Mittelpunkt.
Germany! Out of the Box.
Der Deutsche Pavillon auf der Expo 2027 steht unter dem Motto „Germany! Out of the Box“. Das Konzept übersetzt das Expo-Leitmotiv „Play for Humanity – Sport and Music for All“ in eine eigenständige deutsche Erzählung: Spielen als Kulturtechnik und als Ausgangspunkt für Innovation.
Im freien Spiel entstehen neue Ideen. Es schafft Raum für Neugier, Experiment und Perspektivwechsel sowie für Lösungen, die aus dem Hinterfragen bestehender Regeln entstehen. Die bekannte Redewendung „Think out of the box“ wird so zur Leitidee des deutschen Auftritts.
Auch räumlich greift der Pavillon diesen Gedanken auf: Die Architektur wirkt wie ein geschlossener Körper, aus dem Elemente in den Farben Deutschlands herauswachsen. Im Inneren öffnet sich die Ausstellung zum „Playground of Innovation“: Ebenfalls dem gestalterischen Motiv der Boxen folgend, werden hier deutsche Innovationen rund um die Expo-Leitthemen Sport und Musik vorgestellt und spielerisch erlebbar gemacht.
Jede architektonische Box widmet sich einer Innovation, einem Thema und einer Interaktion. Den inhaltlichen Rahmen setzen Unternehmen, Start-ups oder Forschungseinrichtungen aus Deutschland; Botschafter*innen aus Sport, Musik oder Wissenschaft machen die Themen nahbar. So zeigt der Pavillon, wie aus Spiel, Fantasie und neuen Perspektiven Innovation entstehen kann.
„Eine Specialised Expo ist immer stärker auf ein bestimmtes Thema fokussiert. Für den Deutschen Pavillon bedeutet das: Wir erzählen Deutschland nicht allgemein, sondern aus der Perspektive von Sport und Musik. Die Herausforderung besteht darin, daraus ein eigenständiges Besuchserlebnis zu entwickeln, das sich wie eine Einladung zu einer Entdeckungsreise anfühlt“, sagt Marco Hückel, geschäftsführender Gesellschafter bei facts and fiction. „Mit ‚Germany! Out of the Box.‘ wollen wir ganz bewusst ein modernes, dynamisches Deutschland-Bild zeichnen. Wir zeigen ein Land, das neue Perspektiven wagt und Lust auf Zukunft macht: offen, nahbar und spielerisch.“
Join the Flow: Österreich verbindet Ideen, Regionen und Zukunft
Der Österreichische Pavillon übersetzt die strategische Leitidee „Österreich schafft Spielraum.“ in ein räumliches und inhaltliches Erlebnis. Ausgangspunkt ist die Donau: Sie verbindet Österreich und Serbien, prägt einen gemeinsamen Kultur- und Wirtschaftsraum und steht zugleich für den freien Fluss von Menschen, Wissen, Ideen und Kooperationen. Das erzählerische Motiv „Join the Flow“ führt die Besucher*innen durch den Pavillon. Ein medial inszenierter Fluss verbindet die einzelnen Ausstellungsbereiche und macht Österreich an interaktiven Stationen aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar. Dabei präsentiert sich Österreich als zukunftsorientierter Wirtschafts-, Industrie-, Innovations- und Kulturstandort, der technologische Kompetenz mit Kreativität, Bildung, Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität verbindet.
Im Mittelpunkt steht nicht allein die Präsentation österreichischer Leistungen. Der Pavillon versteht sich vielmehr als offene Plattform für Begegnung, Dialog und Zusammenarbeit. Er zeigt, wie aus der Verbindung unterschiedlicher Perspektiven neue Ideen entstehen und wie Österreich gemeinsam mit seinen Partnern Antworten auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Zukunftsfragen entwickelt. Das flexible InnoLab bietet während der gesamten Expo Raum für wechselnde Projekte aus Wirtschaft, Industrie, Forschung und Innovation. An ausgewählten Tagen kann es darüber hinaus als Bildungs-, Kunst- oder Nachhaltigkeitslabor genutzt werden. Österreichische Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Bildungsinstitutionen und Kulturschaffende erhalten damit die Möglichkeit, ihre Ideen in einem internationalen Umfeld zu präsentieren und neue Kooperationen anzustoßen.
Mit seinem Beitrag positioniert sich Österreich als verlässlicher Nachbar und Brückenbauer zwischen Mitteleuropa, dem Donauraum und Südosteuropa. Die Expo 2027 in Belgrad wird damit zu einer wichtigen Plattform, um die wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen zu Serbien und zur gesamten Region weiter zu vertiefen. „Österreich will in Belgrad nicht nur zeigen, was unser Land kann, sondern vor allem, was durch Zusammenarbeit entstehen kann. Unser Pavillon verbindet Wirtschaft, Industrie, Innovation und Kultur mit der Partnerschaft zu Serbien und zur Region. Die Donau ist dafür das ideale Symbol: Sie trennt nicht, sondern verbindet Menschen, Ideen und Zukunftsräume“, sagt Alf Netek, Projektleiter des österreichischen Expo-Beitrags.
Ausgezeichnete Expo-Arbeit
Die beiden Länderbeteiligungen auf der Expo 2027 in Belgrad knüpfen an den jüngsten Erfolg von facts and fiction an: Der Deutsche Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka wurde beim ADC Wettbewerb 2026 mit dem Grand Prix in der Kategorie „Spatial Experience“ ausgezeichnet. Die Arbeit zählt zu den Top 10 der diesjährigen Einreichungen und erreichte im Gesamtranking den zweiten Platz. Insgesamt gingen sieben ADC Nägel für den Deutschen Pavillon an facts and fiction. Auch der Österreichische Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka wurde beim ADC Wettbewerb 2026 mit drei Nägeln ausgezeichnet.
Weitere Auszeichnungen erhielten die Expo-Arbeiten unter anderem beim BrandEx Award, German Design Award, iF Communication Design Award, Exhibit Design Award, den World Expo Awards, den World Expolympics Awards, den BIE Awards und den ICONIC AWARDS. Allein der Deutsche Pavillon wurde bislang mehr als 20 Mal ausgezeichnet. Die internationale Anerkennung des österreichischen Auftritts bildet zudem eine starke Grundlage für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Pavillons für Belgrad.
Mehr als 25 Jahre Expo-Erfahrung
facts and fiction bringt mehr als 25 Jahre Expo-Erfahrung mit. Auf der Expo 2000 in Hannover realisierte die Agentur für den Verband der Chemischen Industrie ihren ersten Pavillon. Seitdem war facts and fiction an zahlreichen Länderbeteiligungen auf Weltausstellungen beteiligt. Dazu zählen unter anderem der Deutsche Pavillon auf der Expo 2012 in Yeosu, Pavillons für Monaco und Kasachstan auf der Expo 2015 in Mailand, Pavillons für Frankreich und Aserbaidschan auf der Expo 2017 in Astana sowie Länderauftritte für Deutschland, Monaco, Belgien und Jordanien auf der Expo 2020 in Dubai. Auf der Expo 2025 in Osaka war facts and fiction gleich an drei Länderbeteiligungen beteiligt: am Deutschen und am Österreichischen Pavillon sowie am Pavillon der Europäischen Union. Mit dem Deutschen und dem Österreichischen Pavillon auf der Expo 2027 in Belgrad schreibt facts and fiction diese Geschichte nun fort.
„Nach über 25 Jahren im Expo-Geschäft wissen wir: Ein Pavillon ist immer das Ergebnis von Team Arbeit. In so einem Projekt steckt ganz viel Herzblut von Menschen aus den verschiedensten Disziplinen. Wenn am Eröffnungstag die Türen aufgehen und man sieht, wie die Idee lebendig wird und Menschen aus aller Welt begeistert, ist das der Moment, für den wir diese Arbeit machen“, sagt Dietmar Jähn, geschäftsführender Gesellschafter bei facts and fiction.



