FME-Studie: Live-Kommunikation immer wichtiger

Das Gewicht von Marketing-Events in der Unternehmens-Kommunikation nimmt zu. Trotzdem zeichnet sich für 2009 ein Rückgang bei den Budgets der Unternehmen ab. Das sind zwei Kernaussagen der Studie Event-Klima 2009, die TNS-Infratest im Auftrag des FME bereits zum dritten Mal durchgeführt hat.

Die Bedeutung des Event-Marketings als Kommunikationsinstrument steigt weiter. 84% aller Befragten sind der Meinung, dass im persön¬lichen, direkten, erlebbaren Marketing die Zukunft für die Markenkom¬munikation liegt. Im Event-Klima 2007 waren es nur 64% der Befragten. Weiter wächst auch im Bereich der Markenführung die Bedeutung des Event-Marketings. Knapp drei Viertel der Interviewten erwarten, dass sich Marketing-Events zum integrierten Bestandteil der Markenführung entwickeln. 2007 waren es mit 69% noch fünf Prozent weniger. Trotzdem erfasst die Wirtschaftskrise 2009 auch die Event-Branche und beendet das kontinuierliche Wachstum, das seit 2002 die Bran¬che auszeichnete. Allerdings wird nur mit einem kurzfristigen, wenn auch deutlichem Abschwung gerechnet. Bereits 2010 werden mit Euro 2,24 Mrd. wieder die Budgets von 2008 erreicht, so die Prog¬nose der 226 befragten Unternehmen. Für die Agenturen bedeutet die Baisse ein Rückgang der betreuten Event-Etats von rund 11,5% im Durchschnitt in 2009. Allerdings sehen die Agenturen in der Krise auch Chancen, suchen die Unternehmen in diesen Zeiten doch den direkten intensiven Kontakt zum Kunden und Konsumenten und setzen auf face2face-Kommunikation. Nicht zuletzt, um aufwändige und kostenintensive klassische Kampagnen einsparen zu können. Flossen im Jahr 2007 noch 51% des Werbebudgets der Top-Spender in die Klassik, waren es 2009 nur noch 42%. Mit 38% fließt nahezu die gleiche Summe in die Direkte Wirtschaftskommunikation. Klare Veränderungen macht das Event-Klima 2009 beim Pitch¬verhalten in den Agenturen aus. Hier wurden innerhalb der letzen zwei Jahre die Ausgaben, die Agenturen für die Teilnahme an Wettbewerbspräsentationen tätigten, halbiert. Heute nimmt eine Agentur im Schnitt an 18 Pitches teil und hat hierfür im Mittel Kosten in Höhe von 24.200,- Euro. Knapp 20% der Agenturen haben sich in 2008 an keinem Pitch beteiligt und 33% der Agenturen waren pro Pitch nur bereit Kosten in Höhe von Euro 1.000,- bis 5000,- zu investieren. Mit Wettbewerbspräsentationen und für „Kleines Geld“ gute Ideen für die Kunden generieren: Hierauf lassen sich die Agenturen immer weniger ein. Die Befragten sind sich einig: 76% geben an, dass Event-Marketing nur dann erfolgreich ist, wenn es nachhaltig und langfristig in der Marketingkommunikation eingesetzt wird. Dies steht allerdings im Gegensatz zu der Entscheidung von über 90% aller befragten Unternehmen, Events nur projektweise an Eventagenturen zu vergeben. In diesem Fall verzichten die Unternehmen auf die langfristige strategische Beratungskompetenz der Agenturen. Die komplette Studie Event-Klima 2009 ist ab 08.Mai 2009 in der FME-Geschäftsstelle erhältlich. Die Kosten belaufen sich auf Euro 400,- (FAMAB-Mitlgieder Euro 290,-). Bestellung bitte per Fax (052 42 / 94 54 10) oder Mail (fme@famab.de) an das FME. Event-Klima ist eine Expertenbefragung, die TNS-Infratest Hamburg im Auftrag des FME in zweijährigem Abstand durchführt. Befragt wurden dieses Mal im Zeitraum vom 04. Dezember 2008 bis 21. März 2009 insgesamt 226 Unternehmen: Davon 115 der 250 Top-Kommunikationstreibenden in Deutschland, weitere 57 Mittelständler, die selbst Marketing-Events als Kommunikationsmaßnahme einsetzen sowie 54 Event- und Netzwerk-Agenturen. Grafik: "Wie großen waren im Durchschnitt die Kosten für einen Pitch in 2008?" Quelle: FME-Studie

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