Der besondere Service besteht darin, allen Besuchern des Museums, auch außerhalb von Führungen, einen Überblick über die Ausstellungen zu verschaffen, Erklärungen, Erläuterungen, Gespräche anzubieten, ganz lebendige Einblicke in die jüdische Kultur und Geschichte zu vermitteln, echte Begegnungen zu schaffen. Und verantwortlich ist dafür die Münchner Kommunikationsagentur Avantgarde. Seit 2009 schickt sie speziell ausgesuchte und perfekt geschulte Mitarbeiter in das Jüdische Museum München, die dort im Jahr bis zu 40.000 Besucher betreuen, rund 2.500 Führungen verschiedener Formate veranstalten. Nicht nur die kostenlose persönliche Betreuung zur Vermittlung von Fachwissen gehört zum Besucherservice, den Avantgarde als externer Dienstleister für das Jüdische Museum durchführt. Auch spontan von den Besuchern angefragte Impulsführungen sowie pädagogische Vermittlungsprogramme für Schulklassen und die Veranstaltung von Kinderworkshops bilden das Programm. Und der Betrieb des Informationscounters ist selbstverständlich Teil des Jobs.
„Waren Sie schon mal in einem jüdischen Museum? Was erwarten Sie von Ihrem Besuch?“ Mit Fragen wie diesen gehen die derzeit 15 Betreuerinnen und Betreuer von Avantgarde im Jüdischen Museum am Münchner St.-Jakobs-Platz auf die Besucher zu, und dann entstehen Gespräche, wertvoller Austausch über jüdisches Leben in München und allgemein. Ob es nun gebuchte Führungen sind, oder ob sie spontan entstehen, oder ob es einfach nur das Angebot ist, Besucher auf ihrem eigenen Weg durchs Museum mit Erläuterungen der Exponate zur Verfügung zu stehen. Es sind immer Besucherbetreuer da. Sie drehen ihre Runden durchs Haus, sprechen Besucher an. Nicht alle reagieren offen. Aber häufig kommt dann doch: „Ja, ich hab’ da doch mal ne Frage…“. Wie die Betreuer den Besuchern begegnen und welche Fragen die Besucher den Betreuern stellen, ist immer anders, hängt immer von der Situation ab. Schülergruppen etwa interessieren sich zum Beispiel für Kulturgegenstände wie die Thorarolle oder dafür, wie der jüdische Kalender funktioniert. Seniorengruppen wollen dagegen vielleicht mehr über KZ-Überlebende in den Nachkriegsjahren wissen. Von Grundsatzfragen wie „Wie leben Juden in Deutschland heute?“ bis zu spezifischen Fragen etwa zu den jüdischen Speisegesetzen hören die Besucherbetreuer fast alles. Und sie gehen ganz individuell damit um.
„Uns geht es darum, den Besuchern als kompetente Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen“, sagt Eva Zizelmann, die bei Avantgarde den Besucherservice fürs Jüdische Museum organisiert. „Ziel ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Besucher so wohlfühlen, dass sie anfangen Fragen zu stellen.“ Die Betreuer werden daher in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München mit einem besonderen Augenmerk auf ihre soziale und fachliche Kompetenz ausgesucht und gut auf ihren Job vorbereitet. Wichtig ist, dass die Betreuer mit dem unterschiedlichen Wissensstand der Besucher behutsam umgehen und beste Sachkenntnisse haben. Viele der Betreuer studieren Judaistik, beschäftigen sich schon seit der Schulzeit mit dem Judentum, waren schon mehrfach in Israel, können Hebräisch. Und sie sind alle offen für was auch immer von den Besuchern kommt, versuchen die manchmal noch vorhanden stereotypen Vorstellungen über das Judentum zu differenzieren. „Das Museum ist ein Haus des Dialogs“, sagt Zizelmann. „Und wenn hier ein Austausch entsteht zwischen den Menschen, dann ist das jedes Mal eine Freude und Erfüllung.“
Das Konzept geht auf. Das Angebot wird gut angenommen. Im Gästebuch des Jüdischen Museums findet immer wieder „die außergewöhnlich freundliche“ und „kompetente“ Beratung Erwähnung.
„Das freut und bestätigt uns“, sagt Eva Zizelmann. Es zeige, dass Avantgarde seinen Anspruch „Visitor Experience – den Besuch zu einem Erlebnis machen“ erfolgreich umsetzt. Diesen Service bietet die Kommunikationsagentur seit vielen Jahren nicht nur im Kunst- und Kulturbereich, sondern auch in automobilen Erlebniswelten an. Avantgarde ist sowohl in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und in der Semperoper in Dresden als auch in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden und in der BMW Welt, dem BMW Museum und dem BMW Werk in München für das gesamte Kunden- und Besuchermanagement zuständig, entsendet hunderte von Mitarbeitern in diese Kultur- und Markenwelten. In diesem Jahr ist Avantgarde auch Partner der dOCUMENTA (13) und dabei unter anderem für die Steuerung der Kunstvermittlungsprogramme – so genannter „dTOURS“ – sowie für das Sales & Marketing, etwa die Gestaltung und den Vertrieb des Produktportfolios und die Veranstaltung von Events, verantwortlich.
