Kein Anlass, im Regen zu stehen

Wetterderivate bieten Veranstaltern von Freiluftevents die Möglichkeit, sich gegen Wetterrisiken abzusichern und die erwarteten Einnahmen zu erreichen, auch wenn es in Strömen regnet.

Das grosse Fest ist geplant, die Gäste geladen. Nur leider spielt das Wetter nicht mit. Wer kennt das nicht? Während das Wetter bei Anlässen im Privaten abgesehen von grosser Ärgernis und Enttäuschung wenig Auswirkungen hat, kann es für professionelle Eventveranstalter enorme Einnahmeausfälle verursachen. Der Regen passt genauso wenig an ein Tennis- oder Golfturnier wie kalte Temperaturen an ein Open Air, Festivals oder in die Badeanstalt. Das Wetter beeinflusst die Besucherzahlen und somit die Einnahmen des Veranstalter. Leider ist das Wetter nur kurz vor dem Anlass vorhersehbar und selbst dann bleibt oft ein gewisses Wetterrestrisiko und somit Ungewissheit über die Einnahmen. Nicht so, wenn man sich gegen schlechtes Wetter absichert. Wetterderivate bieten Veranstaltern von Freiluftevents die Möglichkeit, sich gegen Wetterrisiken abzusichern und die erwarteten Einnahmen zu erreichen, auch wenn es in strömen regnet. Das Wetter beeinflusst unseren Tagesablauf, unsere Freizeitgestaltung und manchmal auch unsere Laune. Darüber hinaus hat der Wetterverlauf aber auch einen signifikanten Einfluss auf die Gewinne diverser Industrien und ist somit ein wichtiger Faktor in der Volkswirtschaft. Besonders abhängig vom Wetter sind Organisatoren von Grossveranstaltungen und anderen Outdoor-Aktivitäten. Insbesondere Regenschauer oder unerwartete Kälte an Freiluftveranstaltungen oder der ausbleibende Schnee in einem Skigebiet sind wichtige Faktoren, welche die Einnahmen der jeweiligen Veranstalter und Betreiber beeinflussen. Mit der globalen Klimaveränderung wird der Wetterverlauf in Zukunft noch unvorhersehbarer. Die Ereignisse wie Hitzeperioden, Überschwemmungen, Stürme oder Trockenheit werden noch häufiger und extremer. Das Wetter ist unberechenbar und unbeeinflussbar. Bisher haben betroffene Unternehmen zum Teil über Versicherungen versucht, sich gegen Einnahmeausfälle aufgrund von schlechtem Wetter abzusichern. Spezifisch auf die Wetterrisiken ausgerichtete Finanzinstrumente standen lediglich grösseren Unternehmen insbesondere im Energiesektor zur Verfügung. Mit der Einführung von Wetterderivaten mit niedrigeren Mindestprämien sind nun aber auch kleinere und mittlere Betriebe ausserhalb des Energiesektors in der Lage, ihre Risiken mit geringem Aufwand abzusichern. Wetterderivate – Wenn alles vom Wetter abhängt Wetterderivate sind finanzielle Absicherungsgeschäfte, die Unternehmen gegen Wetterrisiken schützen. Die Absicherung mit Wetterderivaten ist dann möglich, wenn ein Unternehmen seine Wetterrisiken quantifizieren kann. Das Prinzip der Wetterderivate ist einfach zu erklären. In einer typischen Transaktion erhält der Derivatkäufer eine Barzahlung vom Derivatverkäufer, falls in einer bestimmten Periode mehr als eine definierte Menge Niederschlag an einer definierten Wetterstation gemessen wird. Anders als bei Versicherungskontrakten braucht ein Schaden dem Derivatverkäufer nicht nachgewiesen zu werden. Die Auszahlung richtet sich lediglich nach den unabhängigen Messwerten der definierten Wetterstation. Damit wird eine Schadensbemessung hinfällig. Dies spart administrativen Aufwand und somit Kosten für alle Beteiligten. Die Idee ist, dass beispielsweise der Betreiber eines Golfplatzes im Falle von unerwünschten Niederschlägen eine Barzahlung erhält, die den Verlust bei den Einnahmen ausgleicht. Auf diese Weise können auch auf andere Ereignisse wie extreme Kälte oder das Ausbleiben von Schnee Wetterderivate kreiert werden. Die wichtigsten Unterschiede zwischen Wetterderivaten und Wetterversicherungen • Wetterderivate sind Finanzprodukte und keine Versicherungen • Bei Wetterderivaten sind keine Schadensbeweise nötig • Die Auszahlung richtet sich nicht nach einem Schaden, sondern an Messwerten von der definierten Wetterstation • Kosten und Administration der Wetterderivate sind aufgrund der Standardisierung der Produkte tiefer als bei Versicherungen • Neue Internetplattformen bieten einfache Abschlüsse von Kontrakten mit flexiblen Nominalwerten Neue innovative Marktteilnehmer haben die Vorteile der Derivate gegenüber Versicherungen zusätzlich verstärkt, indem sie Internet-Plattformen lancieren. Mit standardisierten Indizes und Strukturen machen sie die Absicherung schneller, einfacher und transparenter. Das Marktinteresse an diesen Online-Plattformen für derivative Wetterkontrakte war bei der Einführung 2007 enorm. CelsiusPro.com ist der erste europäische Wetterderivatspezialist, der eine breite Palette an massgeschneiderten Wetterderivaten für eine grosse Anzahl Europäischer Wetterstationen auf einer transparenten Internetplattform anbietet. Eventorganisatoren, Betreiber von Badeanstalten oder Skigebieten können hier individuell die Vertragsparameter wie Wetterstation, Kontraktart, Risikoperiode und Auszahlung eingeben. Anschliessend werden die Kosten für das Derivat automatisch berechnet. Die Transaktion kann online abgeschlossen werden. Sechs Schlüsselfragen zu Wetterderivaten: 1. Welches sind die kritischen Wettervariablen für den Betrieb? 2. Welchen Einfluss haben diese Wettervariablen auf den Umsatz, die Margen, den Gewinn und/oder die Kosten? 3. In welcher Zeitspanne beeinflusst das Wetter den Ertrag? 4. Was ist der Zusammenhang zwischen dem Wetterindex und dem Ertrag? 5. Wie sollten die Auszahlungsparameter am besten definiert werden? 6. Welche Wetterderivat-Anbieter bieten eine transparente Plattform und hohe Fachkenntnis? Sichere Einnahmen dank Wetterderivaten Obschon die Eventindustrie stark vom Wetter beeinflusst wird, steckt der Gebrauch von Wetterderivaten noch in den Kinderschuhen. Stattdessen zahlen die Veranstalter hohe Versicherungsprämien für Schadenfälle, die sehr selten sind, und nehmen komplizierte und aufwändige Schadenfallprozeduren auf sich. Betrachtet man die Vorteile und die Ergebnisse, die Wetterderivate in den letzten 10 Jahren bereits der Energiewirtschaft gebracht haben, ist zu erwarten, dass bald auch andere, wetterabhängige Wirtschafszweige dieses Risikomanagementinstrument nutzen werden. Gerade die Event- und Freizeitindustrie, die einem hohen Wettbewerbsdruck und immer strikteren Regulierungen (Lärmemissionen, Alkoholausschank) ausgesetzt ist, dürfte in Zukunft vermehrt auf dieses effiziente Instrument zurückgreifen, um die Einnahmen abzusichern. Hinzu kommt, dass die Klimaveränderung zu einem noch wichtigeren Thema wird. Die Zeichen stehen also gut, dass die Event- und Freizeitindustrie bald die Vorteile der Wetterderivate erkennen und nutzen wird. Leider können auch Wetterderivate weder Sonnenschein noch Schnee herbeizaubern, den Golfplatz oder das Skigebiet aber finanziell sicherer machen.

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