„League of Legends“ Weltmeisterschaft wird mit JDC1-Leinwand lebendig

Fast 1.000 JDC1 Hybrid-Strobes von GLP wurden von den Lichtdesignern Mat Stovall und Trevor Stirlin Burk kürzlich im neuen Pudong-Fußballstadion in Shanghai für die Finalrunde der „League of Legends“ Weltmeisterschaft 2020 eingesetzt – dem Höhepunkt und Saisonabschluss des eSports-Kalenders.

Foto: © GLP

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Das von Riot Games und ConCom Inc. organisierte Event fand in einem gewaltigen Maßstab statt. Der kurz nur „The Worlds“ genannte Wettbewerb wurde in 16 Sprachen und auf 21 Plattformen übertragen – ein neuer Rekord (und ein Indikator für die zunehmende Attraktivität von eSports).

Bei der Live-Veranstaltung waren 888 aktive JDC1 im Einsatz, eine Glückszahl in der chinesischen Numerologie. Sämtliche Geräte kamen von Christie Lites und wurden über den Hauptauftragnehmer CT Asia Pacific beschafft. Robert Roth, Account Executive bei Christie Lites, und Bobby Braccia, Senior Project Manager, arbeiteten eng mit Aaron Ross Durdin von CT Shanghai und dem restlichen CT-Team zusammen, um die Visionen der Designer umzusetzen.

Ihren auffälligsten Einsatz hatten die vielseitigen JDC1 während der spektakulären Eröffnungsfeier, als sie einen riesigen, freistehenden, 33 Meter hohen und 65 Tonnen schweren Paifang (ein traditioneller chinesischer Zentralbogen) beleuchteten, der von Star Live gefertigt worden war. Außerdem dienten sie als Hintergrundbeleuchtung für  zwei riesige, 18m x 32m große LED-Bildschirme, auf denen das Spielgeschehen übertragen wurde. Schließlich bildeten sie das Herzstück eines gewaltigen, aus Geraden gebildeten und mit Lichtstrahlen durchsetzten sogenannten „Mohnfeldes“ in der 33.765 Zuschauer fassenden Arena (mit Corona-Abstand maximal 6.000 Personen).

Stovall und Burk erklärten, dass Riot jedes Jahr eine einzigartige Show anstrebt. Ein Ziel, das auch unter COVID-Bedingungen unangetastet bleiben sollte. Für Mat Stovall war es das neunte Jahr, in dem er an der Seite von Sam Wrench, Regisseur der Eröffnungsshow, an dem Event mitwirkte. Er erläutert die massiven Sicherheitsvorkehrungen: „Es nahmen 24 Teams aus der ganzen Welt teil, und wie bei den meisten Produktionen trugen wir alle Masken. Es gab regelmäßige Tests und eine zweiwöchige Quarantäne vor Arbeitsbeginn, wie von der chinesischen Regierung vorgeschrieben.“

Die Zeremonie selbst war in verschiedene Phasen aufgeteilt und wurde mit einem Auftritt der K-Pop-Gruppe K/DA via Augmented Reality eröffnet, gefolgt von Hymnen vergangener „Worlds“-Turniere. Als am Ende die Spieler vorgestellt wurden, erschien eine virtuelle, überlebensgroße Version des League-Charakters Galio, bekannt als der steinerne Koloss, auf der Bühne. Das gesamte Rigg kam zum Einsatz, während sich die Haupterzählung entwickelte, die schließlich in die Vorstellung der Spieler und den eigentlichen Wettbewerb überging.

Obwohl das Design durchaus sich wiederholende Elemente enthielt, war die große Leinwand aus JDC1 Hybrid-Strobes laut Stovall immer zentral für die kreative Dynamik. „Wir legten uns auf die JDC1 fest, bevor wir den Rest des Riggs bestimmt hatten. Ich wusste, dass sie die Show wirklich prägen würden.“

Die Vielseitigkeit des JDC1 resultiert aus der Kombination einer einzelnen Strobe-Röhre mit einem unglaublich klaren, hellen Weißlicht-Output und einer umgebenden, mit 1.320 hochwertigen RGB-LEDs bestückten Fläche. Diese beiden Elemente sind unabhängig voneinander steuerbar und können sowohl einzeln als auch kombiniert für atemberaubende Effekte eingesetzt werden. Neben der Funktion als leistungsstarkes Stroboskop können sowohl die Röhre als auch die RGB-Abschnitte kontinuierlich für leistungsstarke Blinder- und Wash-Effekte genutzt werden. RGB-Fläche und Strobe-Röhre lassen sich gleichermaßen in 12 Abschnitte unterteilen, wobei das gesamte Array vollständig mit Pixelmappings bespielt werden kann.

Von den 888 eingesetzten JDC1 waren 540 über das Spielfeld verteilt, während die restlichen 348 den Bogen rahmten. „Wir hatten viele chinesische Nachahmer-Produkte im Rigg, bestanden aber darauf, die originalen JDC1 von GLP zu verwenden“, bestätigt Trevor Burk.

Schließlich sei der JDC1 ihr kreativer Ausgangspunkt gewesen, wie die beiden erläutern: „Es wäre einfach gewesen, sich bei dieser Produktion mit einer Materialschlacht zu begnügen, aber wir hatten die Aufgabe, dem Event mittels linearer Lichtebenen mehr visuellen Ausdruck zu verleihen. Die Vielseitigkeit des JDC1 half uns auch dabei, die Anzahl der verschiedenen Fixture-Typen zu begrenzen, da wir sowohl Strobe- als auch Pixel-Elemente aus einem Gerät generieren konnten.“

Die Show war bereits einige Monate in der Vorbereitung, als das Lichtteam an Bord kam. „Wir mussten unser Design schnell entwickeln“, sagt Mat. „Trevor und ich begannen Anfang Juli mit der Arbeit. Wir mussten Regeln aufstellen und uns bei einem so großen Set an unsere Grundprinzipien halten.“

Im Fall des Mohnfeldes bedeutete die Vielseitigkeit der JDC1 in Verbindung mit einer Weitwinkelkamera, dass jeder Effekt entweder nur für das Publikum sichtbar sein oder aber für die Kameraaufzeichnung umgedreht werden konnte. „Die JDC1 waren bombastisch, aber gleichzeitig elegant in einer Weise, die sich nur in einem solchen Maßstab darstellen lässt“, halten die Designer fest.

Die beiden Männer arbeiteten mit einer ganzen Reihe weiterer Regisseure und Programmierer zusammen. Zusätzlich zu den bereits genannten waren dies Tiffany Keys, Mike Appel und Shaheem Lichtmore (Programmierer), Geoff Knight und Scott Beck (Gaffer), Randy Quick (Concom Coordinating Director) und Justin Restaino, Nick Troop, Adam Mackasek und Marc Hilko (Executive Producers, Riot Games). CT Project Manager war Sam Tibble.

Eine weitere Schlüsselperson war Zach Matusow, der als Lighting Director für das Vorrundenturnier und als Gaffer der Stadium-Finalshow fungierte. „Weil es so viele Unwägbarkeiten gab, wählten wir jemanden, von dem wir wussten, dass er in der Lage sein würde, mehrere Rollen zu übernehmen“, erklärt Mat. „Er war Assistent des Lighting Directors, aber als sich das Visum meines Gaffers verzögerte, übernahm Zach auch dessen Rolle.“

Sowohl Mat Stovall als auch Trevor Burk setzen häufiger GLP-Lösungen ein. „Die X4 Bars sind ein Publikumsliebling, aber ich arbeite auch viel mit den FR1. Und die impression X4 sind einfach echte Arbeitstiere“, stellt Trevor fest. Sein Kollege stimmt zu: „Die Bars und FR1 sind großartig und – genau wie der JDC1 – eine leere Leinwand.“

Die Designer betonen nachdrücklich, dass ihr Vertrauen in die Spezifikation so vieler JDC1 ebenso wie ihre Weigerung, lokal produzierte Ersatzprodukte zu akzeptieren, voll und ganz gerechtfertigt gewesen sei.

Was die Veranstaltung selbst betrifft, so wurden zwar nur 6.000 Personen in der Arena zugelassen, aber an den Bildschirmen verfolgten weltweit durchschnittlich 23,04 Millionen Zuschauer pro Minute die Finalshow. Als Spitzenwert an gleichzeitigen Zuschauern (PCU) wurden 45,95 Millionen gezählt. Während des gesamten Turniers wurden mehr als 1 Milliarde Stunden des Wettbewerbs verfolgt.

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