Eine aktuelle Absolventenbefragung der IST-Hochschule für Management sowie Beispiele aus Gesundheitswesen und Hotellerie zeigen, welche beruflichen Perspektiven das Studienmodell eröffnet und wie Unternehmen damit langfristig Nachwuchskräfte gewinnen können.
Einer aktuellen Analyse der Jobplattform Indeed zufolge ist die Zahl der ausgeschriebenen Einstiegsstellen seit dem Höchststand im Jahr 2022 um zwei Drittel zurückgegangen. Für Studierende stellt sich damit zunehmend die Frage, wie ihnen nach dem Abschluss ein möglichst reibungsloser Übergang in den Beruf gelingt.
Ein duales Studium kann hier einen entscheidenden Unterschied machen. Denn wer Studium und Beruf von Anfang an miteinander verbindet, sammelt nicht erst nach dem Bachelorabschluss erste Praxiserfahrung.
Berufserfahrung schon vor dem Abschluss
Nach drei oder dreieinhalb Jahren verfügen dual Studierende damit nicht nur über einen akademischen Abschluss, sondern gleichzeitig über mehrere Jahre Berufserfahrung. Während andere Hochschulabsolventen nach ihrem Studium erstmals eine Einstiegsposition suchen, sind dual Studierende bereits fest im Berufsalltag angekommen.
Davon profitieren auch die Unternehmen. Sie können Nachwuchskräfte über einen längeren Zeitraum kennenlernen, sie gezielt auf zukünftige Aufgaben vorbereiten und frühzeitig an das Unternehmen binden.
Dass aus dieser frühen Zusammenarbeit häufig eine längerfristige Beschäftigung entsteht, zeigt eine aktuelle Befragung unter Absolventen dualer Studiengänge an der IST-Hochschule für Management: Von denjenigen, die nicht direkt ein Masterstudium angeschlossen oder ein Reisejahr eingelegt haben, haben 76,3 % einen unbefristeten und 18,4% einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. 3,9 % haben sich für die Freiberuflichkeit entschieden und 1,3 % waren arbeitssuchend gemeldet.
Vom Bachelor direkt in die nächste Entwicklungsstufe
Wie eine solche langfristige Zusammenarbeit aussehen kann, zeigt das Beispiel der Therapiezentrums Ibbenbüren in Kooperation mit der IST-Hochschule für Management. Dort absolvierte Linn Wiewel ihr Bachelorstudium und wurde anschließend als Referentin der Geschäftsführung übernommen. Das Therapiezentrum setzt weiterhin auf das duale Studienmodell und bildet aktuell drei weitere jungen Menschen aus.
„Für uns ist das duale Studium eine gute Möglichkeit, Nachwuchskräfte früh kennenzulernen und sie Schritt für Schritt für verantwortungsvollere Aufgaben zu qualifizieren. Wir begleiten unsere Studierenden bereits während des Bachelorstudiums eng und erleben, wie sie sich fachlich und persönlich weiterentwickeln. Und natürlich ist es unser Ziel, Studierenden auch nach ihrer Ausbildung eine Perspektive zu bieten. Bei Linn Wiewel hat das auch wunderbar funktioniert“, sagt Nadine Caris, kaufmännische Leiterin des Therapiezentrums.
Gerade im Gesundheitswesen kann diese langfristige Personalentwicklung von Bedeutung sein. Die Branche zählt zu den größten Beschäftigungsbereichen Deutschlands und steht gleichzeitig vor der Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten.
Nachwuchs früh an die Branche binden
Ähnlich ist die Situation in der Hotellerie. Auch hier sind Unternehmen auf gut ausgebildete Nachwuchskräfte angewiesen. Ein duales Studium ermöglicht es Hotels, Studierende früh in den betrieblichen Alltag einzubinden und sie mit unterschiedlichen Bereichen und Verantwortungsfeldern vertraut zu machen.
Das bestätigt auch Florian Krüger, ehemaliger dual Studierender sowie stellvertretender Direktor des Strandhotels Seerose auf Usedom, das als Ausbildungsbetrieb mit der IST-Hochschule für Management kooperiert:
„Dual Studierende lernen unser Haus nicht nur punktuell während eines Praktikums kennen, sondern sind über mehrere Jahre Teil des Teams. Dadurch sehen wir sehr früh, wo ihre Stärken liegen und in welche Richtung sie sich entwickeln möchten. Von Anfang an werden die Studierenden in unsere Abläufe integriert, sammeln Erfahrungen im Umgang mit Gästen und entwickeln ein Verständnis für unsere Unternehmenskultur. Wenn es nach dem Studium zu einer Übernahme kommt, ist das deshalb kein klassischer Berufseinstieg mehr, sondern vielmehr der nächste Schritt in einer bereits gewachsenen Zusammenarbeit.“
Duales Studium als Instrument der Nachwuchsgewinnung
Gerade in einem Arbeitsmarkt, in dem klassische Einstiegsstellen zurückgehen, gewinnt dieser Praxisvorsprung an Bedeutung. Für Studierende reduziert sich die Unsicherheit beim Übergang von der Hochschule in den Beruf. Unternehmen wiederum können frühzeitig erkennen, welche Nachwuchskräfte zu ihnen passen, und diese gezielt weiterentwickeln.
Damit beginnt der Berufseinstieg bei einem dualen Studium nicht erst mit dem Abschluss. Er beginnt bereits mit dem ersten Semester und kann im besten Fall direkt in eine langfristige Zusammenarbeit übergehen.
Alle Informationen zum Dualen Studiumsind auf der Website der IST-Hochschule für Management zu finden.



