Roland Greil verwendet 450 ELATION-Scheinwerfer bei den gigantischen „Bavaria Sounds“ 2022

Shows von Andreas Gabalier, Helene Fischer und Robbie Williams locken über 300.000 Menschen vor die große Open-Air-Bühne auf dem Münchner Messegelände. Die größten Open-Air-Konzerte, die jemals in München stattfanden, und die größten in Deutschland in diesem Jahr, fanden im August auf dem Münchner Messegelände statt.

© Manfred H. Vogel

© Manfred H. Vogel

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Insgesamt besuchten über 300.000 Fans die Shows von Andreas Gabalier, Helene Fischer und Robbie Williams. Roland Greil beleuchtete die gewaltigen Shows und die riesige, 150 Meter breite Bühne mit einem Rigg, das unter anderem über 450 Scheinwerfer von ELATION Professional umfasste.

Der österreichische „VolksRock’n'Roller" Andreas Gabalier eröffnete die Konzertreihe am 6. August. Die deutsche Schlagerkönigin Helene Fischer lockte bei ihrem Auftritt am 20. August über 130.000 Besucher an, und der britische Popstar Robbie Williams trat am 27. August vor fast 100.000 Besucher auf.

Produziert von der Leutgeb Entertainment Group und ein klares Zeichen dafür, dass Live-Events zweifellos wieder im Kommen sind, waren die Konzerte seltene „Heimspiele“ für Lichtdesigner Roland Greil. Eine Tatsache, die die Shows für den international renommierten Licht- und Produktionsdesigner noch besonderer machte. Mit einer riesigen, von Florian Wieder entworfenen, 150 Meter breiten rautenförmigen Bühne – laut Greil die breiteste Konzertbühne seit Rock in Rio 1994 – waren die Shows wirklich außergewöhnlich.

„Es war ein ehrgeiziges Projekt des Veranstalters Klaus Leutgeb und der Leutgeb Entertainment Group“, sagt auch Greil. „Es waren bahnbrechende Shows, und obwohl sie wirklich an die Grenzen gingen, funktionierten die einzelnen Elemente der Produktion ideal und alles lief sehr gut.“

Großer Andrang, hoher Produktionsstandard

Insgesamt zog die Konzertreihe Bavaria Sounds schätzungsweise 320.000 Fans an, doch ging es bei dem Projekt immer um mehr als nur darum, große Menschenmengen anzuziehen. „Klaus wollte den Fans wirklich einen hohen Produktionsstandard bieten“, hält Greil fest. „Wir gingen mit einem guten Lichtdesign an die Sache heran, und Florian hat beim Bühnen- und Produktionsdesign einen großartigen Job gemacht. Er würde mir zustimmen, dass es bei Open Airs in den Sommermonaten, wo es aufgrund des langen Tageslichts schwieriger ist, technisches Equipment zu verstecken, wichtig ist, von der traditionellen Dachkonstruktion abzuweichen und etwas Architektonischeres zu bauen. Was auch immer man baut, sollte beeindruckend aussehen und für sich selbst stehen. Ich denke, das ist uns eindrücklich gelungen."

Aus der Beleuchtungsperspektive

Es war Ende 2021, als sich Klaus Leutgeb an Greil wandte, um einen Partner für die Beleuchtung und das Videodesign der Shows zu finden. Die Herausforderung, so Greil, bestand darin, drei komplexe Shows in Stadiongröße auf einmal zu gestalten. Nachdem man eine gemeinsame Basis gefunden hatte, galt es aus der Beleuchtungsperspektive einige Aspekte unbedingt zu berücksichtigen.

„Aufgrund der schieren Größe der Bühne musste alles, was wir einsetzten echte Durchschlagskraft haben, damit es in dieser Größenordnung funktioniert“, erklärt er. „Außerdem musste jedes einzelne Gerät einen bestimmten Zweck erfüllen, zum Beispiel die Architektur beleuchten oder bestimmte Looks erzeugen. Und da es sich um drei sehr unterschiedliche Künstler handelte, musste das Rigg auch vielseitig genug sein, um drei unterschiedlich aussehende Shows zu kreieren.“

Greil war für das gesamte Lichtdesign der Shows von Andreas Gabalier und Helene Fischer verantwortlich und übergab das Setup für die Robbie-Williams-Show an dessen LD Matt Pitman. „Es war wichtig, dass das Design auch ihm alles gab, was er brauchte“, fügt er hinzu. Das Tüpfelchen auf dem „i“ sei gewesen, nicht nur das Live-Publikum zu beleuchten, sondern auch die 25 Kameras zu berücksichtigen, die Helene Fischers Show für die Fernsehübertragung und eine geplante DVD filmten.

IP65 ein Muss

Da das Bühnendesign kein echtes Dach und damit keinen Wetterschutz bot – Greil sagt, dass vielleicht 80 % der Scheinwerfer dem Regen ausgesetzt waren – waren außerdem vollständig wetterfeste IP65-Scheinwerfer ein Muss. Dementsprechend bestand das Rigg aus einer großen Anzahl IP-zertifizierter Scheinwerfer von ELATION. Insgesamt über 450 – 171 Proteus Maximus, 106 Proteus Excalibur, 76 Proteus Hybrid und 100 Arena Zoom Q7IP. Die Lichttechnik wurde von Clair Bros mit Unterstützung von Christie Lites geliefert.

Greil hat den Maximus schon früher eingesetzt: „Es ist ein bewährter, leistungsstarker und vielseitiger Hybrid-Scheinwerfer, der eine Fülle an Möglichkeiten bietet“, sagt er. Er platzierte die Scheinwerfer über die Länge der Header-Traverse, an der Rückwand, an den Diagonalen, die die Bühne einrahmten, und auf dem Boden. Sie sorgten für eine große Bandbreite von Beams und traditionellen Spot-Looks bis hin zu weicheren Washes.

Der Proteus Hybrid ist ein weiterer multifunktionaler Scheinwerfer, mit dem er bereits Erfahrungen gesammelt hat. Dieser habe „einen kleinen Formfaktor, der sowohl von Bodenpositionen als auch von Positionen in den Bühnenverkleidungen aus gut funktioniert.“

Proteus Excalibur

Ein neues Gerät für ihn war jedoch der Proteus Excalibur, ELATIONs superhelles, voll ausgestattetes Movinglight. „Ohne Dach wollten wir einen Lichtrahmen um die Bühne herum schaffen und außerdem den Blick von der Bühne ins Publikum und in den Himmel verlängern“, erklärt der Designer. „Wir waren deshalb auf der Suche nach einem Ersatz für ein traditionelles Searchlight, wollten aber etwas mit einer großen Frontlinse, und die Excalibur boten genau das. Sie sehen gut aus und haben uns bei diesem Projekt wirklich überzeugt.“

Die Beleuchtung wurde in Form von 20 PA-Delay-Türmen ins Publikum hinein verlängert, welche auch als Beleuchtungspositionen verwendet wurden, wobei jeder Turm ein Paar Excaliburs beherbergte, um das Publikum in das Gesamtwerk der Show einzubinden. Normalerweise werden die Excaliburs für Skybeam-Looks verwendet, aber der Designer ließ sie auch das Publikum in Breakup-Mustern abdecken und richtete sie sogar auf Helene Fischers C-Stage, um die Aufmerksamkeit dorthin zu lenken.

Arena Zoom Q7IP

Upstage, hinter der Band und dem Auftrittsbereich, befand sich eine massive Rückwand, die vollständig mit schwarzem Stoff verkleidet war. Hier integrierte Greil Proteus Maximus und LED-Wash/Blinder/Strobe-Scheinwerfer sowie ELATION Arena Zoom Q7IP RGBW-PAR-Scheinwerfer für den Außenbereich.

„Ich wollte dort einen anderen Look haben, also habe ich 100 der Arena Zooms integriert, die dank ihrer Leistung und Helligkeit ebenfalls richtig schöne Scheinwerfer sind. Obwohl sie sich im Hintergrund befanden und es sich nur um eine LED-PAR-Leuchte handelte, konnten sie sich gut gegen all die hellen Scheinwerfer im Gesamtdesign behaupten.“

Greil sagt, obwohl er einige Geräte im Rigg noch nie zuvor verwendet hatte, hatte er doch das Gefühl, die richtigen Scheinwerfer für diese Shows ausgewählt zu haben: „Ich war wirklich positiv überrascht“, sagt er und fügt hinzu, dass die Wahl der Geräte auch davon abhing, was auf dem Markt und in ausreichender Menge verfügbar war, „aber auch das ist uns ganz gut geglückt.“

Die Bühne verfügte auch über einen großen Video-Backdrop und große Videowände auf beiden Seiten der Bühne – architektonische Elemente, die mit IMAG eingebettete Hintergrund-Contents abspielten. Der Center-Screen war halbtransparent, sodass das Licht für reine Beleuchtungseffekte oder in Kombination mit Video durchscheinen konnte. Sechs weitere Bildschirme für IMAG waren über das gesamte Gelände verteilt. Greil und das Team kümmerten sich um alle Inhalte, die von verschiedenen Unternehmen für die Show produziert wurden, einschließlich der IMAG-Integration.

Einen Monat lang den Elementen ausgesetzt

Etwa 90 % des Aufbaus war für alle drei Shows gleich. Lediglich die Laufstege ins Publikum ware für jeden Künstler anders gestaltet. Helene Fischer fügte außerdem eine C-Bühne und andere technische Elemente hinzu, die zwischen den Shows umgebaut wurden. Die Beleuchtung wurde Ende Juli installiert und war bis zum Abbau am 28. August den Elementen ausgesetzt.

„Wir hatten eine fast zweiwöchige Pause zwischen der ersten und der zweiten Show, und als wir zurückkamen, schalteten wir das Lichtrigg ein und es funktionierte! Ich habe schon an vielen Stadion- und Outdoor-Shows mitgewirkt, und wir hatten oftmals Probleme, die daraus resultierten, dass wir keine IP-Geräte hatten. Hier hatten wir etwa 400 Movinglights, die dem Regen ausgesetzt waren und überhaupt keine Probleme machten. Auch konnten wir auf unattraktive Abdeckungen verzichten.“

Greil hat ein arbeitsreiches Jahr hinter sich, in dem er für Acts wie die Rolling Stones, Genesis, Rammstein, für welche er als Co-Lichtdesigner tätig ist, und zuletzt für die Bavaria Sounds Konzerte gearbeitet hat. Nun genießt er eine wohlverdiente Pause. Er fasst zusammen: „Es war definitiv eine Herausforderung, aber dank eines großartigen Teams haben wir alle Schlachten geschlagen und drei großartige Shows abgeliefert. Jeder, der an diesem Projekt beteiligt war, sollte stolz auf das sein, was wir erreicht haben.“

Credits

Lieferanten

  • Beleuchtung, Audio und Video: Clair Bros/ Audio Rent | Philipp Kaetel (mit Unterstützung von Faber AV und Christie Lites)
  • Bühne: Stageco | Dirk Lauenstein
  • Bühnenbild: Unbranded | Antoine de Haas
  • Automatisierung: Stagekinetik | Jens Buller
  • Pyro: Pyro Unlimited | Joe Becker

Produktion

  • Promoter: Klaus Leutgeb | Leutgeb Entertainment Group
  • Veranstaltungsleitung: Frank Mahler
  • Produktionsleiter: Howard Hopkins

Kreation

  • Licht- und Videodesign: Roland Greil
  • Produktionsdesign: Florian Wieder & Cuno von Hahn | Wieder Design
  • Associate Lighting Designer: Troy Eckerman
  • LX-Programmierer: Klaus Kubesch & Michael Kühbandner
  • Video-Programmierer: Tom Levin & Leo Herrmann
  • Video-Regisseur: Haegar Deutsch
  • Technische Leitung: Jeremy Lloyd & Nick Evans | Wonderworks

Kontakt

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