Gleichzeitig werden Vorläufe kürzer, Budgets genauer geprüft und Ergebnisse stärker hinterfragt. Für Eventmanagerinnen und Eventmanager wächst damit der Bedarf an verlässlichen Partnern, belastbaren Lösungen und einem Marktüberblick, der mehr bietet als einzelne Produktpräsentationen. Genau hier setzt die boe international 2027 an. Am 20. und 21. Januar eröffnet die Fachmesse in der Messe Dortmund das Veranstaltungsjahr unter dem Motto „People. Events. Innovations.“
Ein Marktüberblick für konkrete Projekte
Das Ausstellerangebot deckt die zentralen Gewerke professioneller Veranstaltungen ab: Event & Exhibition Construction, Event Equipment, EventTech & AV, Event IT, Eventmarketing & Promotion, Entertainment, Locations & Acts, Catering sowie weitere Services. Damit richtet sich die boe an Agenturen, Veranstalter und Dienstleister ebenso wie an Verantwortliche aus Marketing, Unternehmenskommunikation, HR und Beschaffung. Geschäftsführungen und Budgetverantwortliche finden dort strategische Gesprächspartner; Projektleitungen können Lösungen direkt auf die Anforderungen anstehender Formate beziehen.
Der Nutzen liegt in der Verbindung der Gewerke. Wer etwa einen Kongress, einen Messeauftritt oder ein Mitarbeiterevent plant, kann nicht nur Mobiliar, Licht, Ton oder Software einzeln bewerten. Entscheidend ist, wie Datenflüsse, Auf- und Abbau, Sicherheitsanforderungen, Teilnehmerführung und Inszenierung ineinandergreifen. In Dortmund lassen sich solche Schnittstellen früh mit verschiedenen Anbietern besprechen. Das erleichtert den Vergleich, macht Abhängigkeiten sichtbar und hilft, Projektideen in realistische Leistungsbilder zu übersetzen.
Dabei unterscheiden sich die Prüfkriterien je nach Rolle. Marketingverantwortliche achten auf Markenwirkung, Zielgruppenansprache und messbare Kontaktziele. Geschäftsführungen und Einkauf benötigen Transparenz bei Kosten, Leistungsumfang und Risiken. Projektteams müssen wissen, ob ein System mit vorhandenen Abläufen kompatibel ist und wie viel Zeit für Einrichtung, Tests und Betreuung anfällt. Agenturen und Dienstleister suchen wiederum Lösungen, die sich in wechselnden Kundenprojekten zuverlässig einsetzen lassen. Der direkte Vergleich auf der Messe hilft, diese Perspektiven in einem Briefing zusammenzuführen und Angebote nicht nur nach Einzelpreisen, sondern nach ihrem Beitrag zur gesamten Produktion zu bewerten.
Die Ausgabe 2026 zeigte, wie breit dieser Marktüberblick ausfällt: Mehr als 400 Anbieter und Marken aus zwölf Ländern waren vertreten. In der anschließenden Messeumfrage signalisierten bereits 88 Prozent der befragten Fachbesucherinnen und Fachbesucher, im Folgejahr wiederkommen zu wollen. Besonders positiv bewertet wurden Neuheiten, Messepremieren und richtungsweisende Trends. Für die Planungspraxis ist das relevant, weil neue Lösungen nicht abstrakt bleiben, sondern im direkten Gespräch auf Einsatzmöglichkeiten, Aufwand und Nutzen geprüft werden können.
Das internationale Angebot wächst
Für 2027 haben sich bereits neue und wiederkehrende Unternehmen aus mehreren europäischen Märkten angekündigt. Zu den Neuausstellern zählen u.a. Pelicano Expo aus Spanien, TorTer e-Design aus Ungarn, Matrix Frame mit Mobile Light Box und Rentman aus den Niederlanden sowie Ellermann, Best Systems und smartEvents aus Deutschland und Österreich. Aluvision, ExpoFloor und beMatrix kehren nach Dortmund zurück. Etablierte Aussteller wie Party Rent, Aventem, snapADDY, M.A. Systems und VON HAGEN DESIGN ergänzen den aktuellen Stand. Die genannten Unternehmen bilden nur einen Ausschnitt des weiter wachsenden Ausstellerfelds.
Für Besucherinnen und Besucher erweitert diese Mischung die Vergleichsmöglichkeiten. Messebau und Markeninszenierung treffen auf mobile Präsentationssysteme, Eventmobiliar, Veranstaltungstechnik, digitale Planung und die Erfassung sowie Weiterverarbeitung von Geschäftskontakten. Wer mehrere Märkte bedient oder wiederverwendbare Lösungen für unterschiedliche Formate sucht, kann Ansätze aus verschiedenen Ländern gegenüberstellen und mit Anbietern über Skalierbarkeit, Logistik und Zusammenarbeit sprechen.
Technologie einordnen und anwenden
Technologie ist für Eventteams dann wertvoll, wenn sie Abläufe verbessert oder das Erlebnis der Teilnehmenden stärkt. Die boe verbindet deshalb Produktpräsentationen mit einem Fachprogramm. Auf der digital & events stage stehen KI, EventTech, Marketing, Daten, Digitalisierung, Tools und Best Practices im Mittelpunkt. Die vision stage greift Strategien, Leadership, Marken, Trends, Experience Design und die Zukunft der Live-Kommunikation auf. Die start-up & innovation stage gibt jungen Unternehmen, Pitches und neuen Geschäftsmodellen Raum.
Im playground werden Themen in zwei Masterclass-Bereichen vertieft. Einer widmet sich Safety & Security, der andere KI, Digitalisierung und Konzeption. Workshops und Hands-on-Sessions sollen den Transfer in die Praxis erleichtern. acts on stage zeigt Live-Acts, Künstlerinnen und Künstler, Showelemente und Inszenierungen in der Anwendung. Ergänzend führen Insider Touren zu ausgewählten Schwerpunkten wie Eventtechnik, Innovation und KI, nachhaltigen Best Practices sowie Entertainment und Festivals. So können Besucher ihr Programm an den Aufgaben des eigenen Unternehmens ausrichten, statt sich allein an allgemeinen Trends zu orientieren.
Wissen, Personal und Netzwerk zusammendenken
Professionelle Eventarbeit hängt nicht nur von Technik und Lieferketten ab. Teams benötigen aktuelles Wissen, klare Prozesse und qualifizierte Fachkräfte. Mit der branchenspezifischen Jobbörse Joborama sowie dem Career Hub und dem FORUM EVENT sind für 2027 Angebote rund um Karriere, Recruiting und Weiterbildung vorgesehen. Das ergänzt die Gespräche in den Hallen um eine zweite Perspektive: Im Mittelpunkt stehen die Kompetenzen, die Unternehmen für den sinnvollen Einsatz neuer Werkzeuge und Formate benötigen.
Auch informeller Austausch bleibt Teil des Messebesuchs. Nach dem ersten Messetag bietet die boe night am 20. Januar Raum, Gespräche mit Ausstellern, Partnern und Branchenkollegen fortzusetzen. Gerade für Projektverantwortliche kann dieser Austausch wertvoll sein, weil Erfahrungen aus unterschiedlichen Rollen zusammenkommen: Auftraggeber treffen auf Agenturen, Locations, Messebauer, Technik- und IT-Anbieter sowie weitere Spezialisten.
Zwei Tage für bessere Entscheidungen
Der Messebesuch lässt sich am besten mit konkreten Aufgaben vorbereiten. Dazu gehören ein Überblick über die für 2027 geplanten Projekte, fehlende Vergleichsangebote oder technische Antworten sowie Prozesse, die im Team wiederholt Aufwand verursachen. Mit einem klaren Briefing können Termine bei Ausstellern, Programmpunkte und Touren gezielt kombiniert werden. So wird aus dem Rundgang ein Arbeitsformat, das Entscheidungen vorbereitet und Kontakte für die weitere Projektplanung schafft.
Hilfreich ist außerdem, vorab festzulegen, welche Informationen nach dem Besuch in eine Entscheidungsvorlage einfließen sollen. Dazu können Referenzprojekte, technische Voraussetzungen, Schnittstellen, Lieferzeiten, Serviceumfang und eine erste Kostenspanne gehören. Werden Gespräche nach denselben Kriterien dokumentiert, lassen sich Lösungen und Partner im Anschluss nachvollziehbarer vergleichen. Der Messebesuch (inkl. passender Web-App) unterstützt damit nicht nur die Ideenfindung, sondern auch Beschaffung, Abstimmung und Risikobewertung.
Die boe international 2027 ist am Mittwoch, 20. Januar, von 10 bis 18 Uhr und am Donnerstag, 21. Januar, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Tickets sind bereits erhältlich. Aktuelle Informationen zu Ausstellern, Programm und Besuchsplanung stehen unter www.boe-international.de bereit.







