VDVO lud Vertreter:innen der Veranstaltungsbranche nach Berlin ein

Ende Oktober trafen sich führende Vertreter:innen der Veranstaltungsbranche auf Einladung des Verbands der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO e.V.) zum Runden Tisch in Berlin, darunter Marketing-, Kongress- und Tourismusbüros aus Münster, Potsdam und Bayern. Auch die Vorsitzende des EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.), Ilona Jarabek, und IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe waren der Einladung des VDVO-Vorstandsvorsitzenden Bernd Fritzges gefolgt.

Diskutiert wurde die Frage, wie Förderprogramme und Anschub-Finanzierungen für 2022 und darüber hinaus aussehen könnten.

Aktuelle Umfrage des VDVO: PUSH’21 zählt zu den bekanntesten Förderprogrammen in Veranstaltungsbranche

Ausgangspunkt des Treffens war eine kürzlich durchgeführte Umfrage des VDVO zum Förderprogramm PUSH’21, das der Verband anlässlich der ITB Berlin Now Konferenz im März dieses Jahres für die Veranstaltungsbranche auf den Weg gebracht hat. Im Laufe des Jahres machten immer mehr Veranstaltende von der Förderung im Gesamtwert von einer Million Euro Gebrauch. In der Umfrage des VDVO Anfang Oktober gaben 57 Prozent der Teilnehmenden an, das Förderprogramm zu kennen. Ähnlich groß war der Prozentsatz derer, die es attraktiv bis sehr attraktiv fanden (s. pdf in Sidebar).

Zu denjenigen, die einen Förderantrag stellten, gehört auch Professor Gerhard Nowak, Dekan der Fakultät Sport und Management an der IST in Düsseldorf. Dank der Förderung konnte das „Wirtschaftsforum 2021 – Denk-Tankstelle für Entscheider“ in Düsseldorf stattfinden. Als Best Practice stellte er den Teilnehmenden am Runden Tisch den unbürokratischen und simplen Ablauf der PUSH’21-Förderung von der Antragstellung bis zur Durchführung vor. „Ein Förderprogramm das menschelt und höchst professionell von den Mitarbeitern des VDVO begleitet wird“, so Nowak.

Gemeinsame Anstrengungen für Förderprogramme 2022

Die Frage, wie künftige Förderprogramme für die Veranstaltungsbranche aussehen sollten, stand im Mittelpunkt des Expert:innen-Treffens in Berlin und wurde im Detail weitergedacht und bearbeitet.

  • Was sollen Förderprogramme für die Veranstaltungsbranche leisten?
  • Welche Akteure sollten bei der Erstellung der Programme beteiligt werden?
  • Welche Art von Veranstaltungen sollen im Speziellen gefördert werden?
  • Welche Ansprechpartner:innen aus Politik, Wirtschaft, Hotellerie, Hochschulen, Ausbildungsunternehmen etc. sollten mit einbezogen werden?

Diese und weitere Fragen wurden am Runden Tisch diskutiert. Dabei stellte sich heraus, wie wichtig es ist, weiter zu denken und beispielsweise schon bei der Stadtentwicklungsförderung die Veranstaltungswirtschaft zu berücksichtigen. Einig waren sich alle darin, dass mehrere Akteure an der gemeinsamen Erstellung eines Förderprogramms beteiligt sein müssen, um von der Antragstellung bis zur Förderung ein möglichst klares Verfahren zu deklinieren.

Aktuelle Situation bei der Ausbildung und Personalstruktur berücksichtigen

Ein wichtiger Diskussionspunkt am Runden Tisch war die aktuelle, vor allem Pandemie bedingte Unsicherheit im Veranstaltungsmanagement. Inzwischen fehlen zahlreiche Fachkräfte in Locations und Hotels und die psychische Belastung aufgrund der fehlenden Perspektiven im Zusammenhang mit COVID-19 ist groß. Daher sei es notwendig, auch die ausführenden Dienstleistungsunternehmen bei der Ausarbeitung von Förderprogrammen mit ins Boot zu holen.

Sowohl in Bezug auf Ausbildungsberufe als auch duale Studiengänge sind die aktuellen und künftigen Entwicklungen in der Veranstaltungswirtschaft ein ernstzunehmender Aspekt. So sprach man in der Runde darüber, ob Unternehmen, die sich in dieser Hinsicht besonders einsetzen, ebenfalls Förderungen erhalten sollten.

Ein Anfang ist gemacht – Runder Tisch geht weiter

Am Runden Tisch in Berlin war man sich in einer Sache sehr schnell einig. Die Idee des VDVO, zum gemeinsamen Sondieren und Ausarbeiten von Förderprogrammen für die Veranstaltungswirtschaft aufzurufen, ist ein guter Weg. Es wird ein Folge-Meeting geben, zu dem auch weitere Vertreter:innen aus der Branche sowie aus der Politik herzlich eingeladen werden. Ein gemeinsamer Wunsch wäre auch, dass es in Zukunft eine zentrale Stelle bzw. Plattform gibt, worüber alle Programme koordiniert und abgebildet werden.

PUSH’21 des VDVO – Förderanträge noch bis zum 31.12.2021 möglich

Das aktuelle Förderprogramm des VDVO läuft noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres. Bis dahin können Interessierte einen Förderantrag über eine Partneragentur des VDVO stellen. Die Durchführung der förderfähigen Veranstaltung muss bis zum 30.06.2022 erfolgen. Mehr Infos unter www.push21.de oder per E-Mail an tf(at)vdvo.de

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VDVO +49 (0) 30 221 903 680
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